Feuertaufe für jungen Nachwuchsboxer vom MTV 1861 Schrobenhausen

von Administrator

Nicht ohne Stolz war man von Seiten der Boxabteilung des MTV 1861 Schrobenhausen, nach längerer

Zeit wieder einmal einen jugendlichen Nachwuchskämpfer für seinen ersten Kampf in den Ring zu schicken. Gut vorbereitet fuhr hierbei der 15jährige Fabian Ketz für den MTV zum BC Ingolstadt zu einem Nachwuchswettbewerb. Begleitet wurde er von den Trainern Georg Schaupp und Mario Gößl.

Schon nach dem Wiegen gab es aber erst einmal schlechte Nachrichten da sein eigentlich vorgesehener Gegner abgesagt hatte. In seiner Gewichtsklasse (bis 80 kg) stand somit kein Athlet für einen Kampf bereit. Von Seiten des Organisationsteams gab es den Vorschlag, einen Kämpfer für Fabian zu bekommen, welcher schwerer und bereits erfahrener ist. 4,5 kg mehr brachte dieser auf die Waage und hatte bereits 12 Kämpfe bestritten. Zusätzlich war er auch noch älter als unserer MTV-Boxer. Doch Fabian zeigte schon hier ein großes Kämpferherz, wollte er doch unbedingt an diesem Tag boxen und daher nahm er diese Herausforderung nach Beratung mit seinen Trainern an.

Und so war der 16. Kampf an diesem Tag Fabians große Feuertaufe. Er traf im Ring nun auf den 16jährigen Adrian Jaha vom BC L. Cukur aus München.

Schon von Beginn an zeigte sich die größere Kampferfahrung des Boxers aus München. Fabian konnte zwar einige Male seine längere Reichweite ausnutzen und hiermit Wirkungstreffer erzielen. Jedoch gelang es seinem Gegner besser den Kampf zu diktieren und eine größere Anzahl von Treffern zu landen. Doch ließ sich Fabian über die insgesamt drei Runden nicht unterkriegen und erarbeitete sich mit Sicherheit den Respekt seines Gegners. Insgesamt machte sich dann doch über den Kampf hin die größere Ringerfahrung des Boxers aus München bezahlt und so gewann dieser schlussendlich die Begegnung nach Punkten. Nach Ansicht der Trainer von Fabian jedoch kein Grund den Kopf hängen zu lassen, waren sie doch der Meinung Fabian habe den Kampf gut bestritten und man sehe in ihm einiges an Potential für die Zukunft. Unser junger Nachwuchsboxer zeigte sich kurz nach dem Kampf ein wenig enttäuscht, meinte es wäre unter Umständen mehr drin gewesen. Gleichzeitig zeigte er sich froh erstmals Wettkampfluft geschnuppert zu haben und nimmt daraus viel Motivation ins Training mit.

 

Link zum Video: https://photos.google.com/share/AF1QipPwvCP2Y_PebEUcDmaANqVt4c3abqzs2nzK7vdhrkfk6VRD1MFTpgkcsP3Ja5QUcQ?key=Nkh4R0ZGbFh6dHRqeWtoRjdkMFM2Y2RISU9EWFJR

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Kommentar von Robert Rupertseder |

Im Oktober und November 2016 hat Florian Schenk vom MTV unter meiner Regie seine beiden Kämpfe gewonnen. So lange ist das nun nicht her. Der MTV hatte schon ganz andere Durststrecken! Zur Hand gegangen als Helfer ist mir seinerzeit der Fabian Ketz. Einen der beiden anderen C-Lizenz-Trainer aus dem Verein habe ich nur ein mal in 10 von mir sekundierten Kämpfen an meiner Seite am Ring gesehen. (Trotzdem hatten wir nur zwei Kämpfe verloren, nämlich auf der Südbayerischen und Oberbayerischen.) Den Fabian hatte ich in der Ausbildung, als ich Florian betreute. Als Teil dessen kann hier auch das Ringluftschnuppern als Helfer angesehen werden. Zum Sparring beim BC Neuburg/r Donau zum deutschen Vizemeister Sven Odenbach in Aichach, dem deutschen Meister und Meistertrainer Helmut Felixberger in Haar bin ich mit dem Fabian gefahren, weil die Auswahl an geeigneten Sparringspartnern beim MTV Schrobenhausen schon arg dünn war. Es freut mich ja für Fabian, dass meine Nachfolger die Ernte einfahren können, die ich gesät habe.
Mario, hast Du jetzt schon Deinen Grundschein?
Von 12 Kämpfen hat Fabians erster Gegner, Adrian Jaha, 10 verloren. Untentschieden gibt es nicht mehr. An Niederlagen war der Adrian dann schon erfahren. Zugegeben, es weiß ja keiner, wie der Adrian seine Kämpfe verloren hat. Der geneigte Leser muss wissen, dass bei Nachwuchsturnieren unter gewissen Bedingungen Gewichtsklassenübergreifend geboxt werden darf. Die viereinhalb Kilo Unterschied sind also der Erwähnung nicht wert. Interessanter ist die Reichweite. Und die war, wie ich auf dem Video gesehen habe ohne nennenswerten Unterschied. Also ein gleichwertiger Gegner für den Anfänger Ketz.
Wirkungstreffer hat der Adrian gesetzt. Nämlich zu Ende der dritten Runde. Der Fachmann weiß, dass bei Wirkungstreffern angezählt wird, wie es der Fabian leider hinnehmen musste. Ich sah in der ersten Runde wunderbare gerade Schlagverbindungen von Fabian, die den Adrian unter Druck gesetzt haben. Fabian, Du hast dem in der ersten Runde den Schneid abgekauft. Treffen kann jedoch nur der, der in den Mann geht. Auf die Deckung schlagen reicht nicht zum Sieg. Ab der zweiten Runde hast Du deinen Schneid wieder abgegeben, den Gegner stark gemacht. Wieder mehr Stehboxen, weniger Bewegung. Wo war Deine Schlaghand? Festgeklebt an der linken Wange? Das kannst Du wesentlich besser! Schade!
Dennoch, Du hast schon gewonnen, als Du in den Ring gestiegen bist und Dich der Herausforderung gestellt hast. Nach wie vor sehe ich bei Dir Riesenpotenzial.
Gut kann ich verstehen, dass Du enttäuscht bist, weil ich Deine Betreuung niedergelegt habe. Aber Du kannst ahnen, was mich unter den gegebenen Rahmenbedingungen zum Rücktritt bewogen hat. Mach auf jeden Fall weiter so, solange Du Spaß am Boxen hast. Was Du brauchst, ist weiterhin viel Techniktraining, Partnerübungen, um z.B. Ringsituationen zu simulieren, dynamische Pratzenarbeit (Bewegungsabläufe einüben) und Koordinationsübungen in den beiden Trainingseinheiten pro Woche, viele Sparringsrunden und ein echtes Erfolgserlebnis im Wettkampf. Übrigens kann der Athlete auch am Sandsack Technik üben und trotzdem dabei ins Schwitzen geraten. Ich wünsche Dir alles Gute dabei!